Kulturbunker Kassel

Musik und Tanz: Unterricht, Workshops, Proberäume, Veranstaltungen und Kulturmanagement im Bunker [www.Kulturbunker-Kassel.de]



Aktuell

Bis zum Sommer 2021 werden alle Bunkertouren und auch Gruppentouren abgesagt.

Bunker Tour zu den historischen Räumen

Interessierte können sich zu den "Tiefgänge" Touren anmelden. Weitere Infos hierzu finden Sie auf der
Internetseite der Vikonauten e.V.

Telefonische Anfragen bitte nur unter:
‭0151 - 62796366‬
0151 - 55201598‬

Siehe auch regiowiki.hna


Engels-Bunker

Die Geschichte des Bunkers in der Friedrich- Engels- Straße in Kassel

Der unter dem Namen "Engels-Bunker" bekannte Komplex, befindet sich hinter dem Bürogebäude Friedrich-Engels-Straße 27.

Zur Geschichte des Kulturbunkers:
Das 1940 erbaute Verwaltungs- und Luftschutzgebäude in der Friedrich-Engels-Str.27 (damals Kronprinzenstr.) mit einer zur Straße liegenden "klassischen" Fassade mit ehemaligen Tagesräumen, verbirgt einen 4 geschossigen Hochbunker, der als Notunterkunft der Reichsbahndirektion Kassel errichtet wurde.

Die Bediensteten der Reichsbahndirektion, deren Verwaltungsgebäude sich einen Block weiter westlich zwischen Bismarckstr. und Westendstr. befand, konnten bei Luftalarm durch einen 160 Meter langen, heute nur noch teilweise zugänglichen Tunnel, unterirdisch in das Kellergeschoß des Luftschutzbauwerks gelangen.
Neben einer Vielzahl von Schutz-, Versorgungs- und Verwaltungsräumen, die ausschließlich der Reichsbahndirektion vorbehalten waren, waren Schutzräume im ersten Geschoss außerhalb der Dienstzeiten auch Anwohnern zugänglich.
Ein Bunkerraum diente der Unterbringung eines Teiles der Staatlichen Kunstsammlungen.
Zeitzeugenberichten zufolge logierten im Bunker, in der dort untergebrachten örtlichen NS-Leitung, auch hochrangige NS-Funktionäre, die, im Gegensatz zur Bevölkerung, für die erst bei unmittelbarer Gefahr Luftalarm gegeben wurde, vom Luftwarndienst frühzeitige Informationen über sich nähernde Bomberverbände erhielten und sich so mit ihren Familien rechtzeitig im Bunker in Sicherheit bringen konnten.
Nach dem Krieg vom Rechtsnachfolger der Reichsbahn, der Deutsche Bundesbahn, als Lager-, Büro- und Schulungsgebäude genutzt, befindet sich der Bunker heute in Trägerschaft der Kulturbunker GmbH und beherbergt eine Vielzahl von kulturellen Initiativen, Einrichtungen und Angeboten.
Das ehemalige Luftschutzbauwerk ist Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen.

Nach dem 2ten Weltkrieg dienten z.T. Bunkerräume auch als Übernachtungsstätte für das Bahnhpersonal vom Hauptbahnhof, sowie auch als Aktenlager der Bahnpolizei.

Der Kulturbunker heute
Ab dem Jahr 2000 erfolgte in einem einen Kooperationsverbund von verschiedenen Kulturakteuren und unter der Federführung des Musikers Mathias Reuter, dass die leerstehendenen Räume nun maßgeblich von Musiker:innen genutzt werden konnten.

Neben dem Ladengeschäft von percussion+m (Drums und Percussion)
fanden viele Musiker:innen einen innerstädtischen Standort für Proben, Unterricht und Liveauftritte.
Mehr als 50 professionelle Künstler:innen arbeiten an diesem Standort in Produktions- und Proberäumen.

Lernhungrige Amateur-Musiker:innen finden zudem zahlreiche Angebote für Unterricht, Workshops, Chor, Orchester, kostenlose Drum Circles usw. In dem neu gestalteten Veranstaltungssaal finden regelmäßig kleinere Konzerte statt ("Shelter Sounds") und Workshops statt.

Hervorzuheben sind zudem die Aktivitäten der Gruppe "Vikonauten" , die regelmäßig Führungen zu den historischen Orten (wie eben dem Bunker) insbesondere Kinder- und Jugendgruppen anbieten.