Kulturbunker Kassel

Musik und Tanz: Unterricht, Workshops, Proberäume, Veranstaltungen und Kulturmanagement im Bunker [www.Kulturbunker-Kassel.de]



Bunker Tour

Interessierte können sich zu den "Tiefgänge" Touren anmelden. Weitere Infos hierzu finden Sie auf der Internetseite der Vikonauten e.V.

Engels-Bunker

Die Geschichte des Bunkers in der Friedrich- Engels- Straße in Kassel

Der unter dem Namen "Engels-Bunker" bekannte Komplex, befindet sich hinter dem Bürogebäude Friedrich-Engels-Straße 27.

Zur Geschichte des Kulturbunkers:
Das 1940 erbaute Verwaltungs- und Luftschutzgebäude in der Friedrich-Engels-Str.27 (damals Kronprinzenstr.) mit einer zur Straße liegenden "klassischen" Fassade mit ehemaligen Tagesräumen, verbirgt einen 4 geschossigen Hochbunker, der als Notunterkunft der Reichsbahndirektion Kassel errichtet wurde.

Die Bediensteten der Reichsbahndirektion, deren Verwaltungsgebäude sich einen Block weiter westlich zwischen Bismarckstr. und Westendstr. befand, konnten bei Luftalarm durch einen 160 Meter langen, heute nur noch teilweise zugänglichen Tunnel, unterirdisch in das Kellergeschoß des Luftschutzbauwerks gelangen.
Neben einer Vielzahl von Schutz-, Versorgungs- und Verwaltungsräumen, die ausschließlich der Reichsbahndirektion vorbehalten waren, waren Schutzräume im ersten Geschoss außerhalb der Dienstzeiten auch Anwohnern zugänglich.
Ein Bunkerraum diente der Unterbringung eines Teiles der Staatlichen Kunstsammlungen.
Zeitzeugenberichten zufolge logierten im Bunker, in der dort untergebrachten örtlichen NS-Leitung, auch hochrangige NS-Funktionäre, die, im Gegensatz zur Bevölkerung, für die erst bei unmittelbarer Gefahr Luftalarm gegeben wurde, vom Luftwarndienst frühzeitige Informationen über sich nähernde Bomberverbände erhielten und sich so mit ihren Familien rechtzeitig im Bunker in Sicherheit bringen konnten.
Nach dem Krieg vom Rechtsnachfolger der Reichsbahn, der Deutsche Bundesbahn, als Lager-, Büro- und Schulungsgebäude genutzt, befindet sich der Bunker heute in Trägerschaft der Kulturbunker GmbH und beherbergt eine Vielzahl von kulturellen Initiativen, Einrichtungen und Angeboten.
Das ehemalige Luftschutzbauwerk ist Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen.

Nach dem 2ten Weltkrieg dienten z.T. Bunkerräume auch als Übernachtungsstätte für das Bahnhpersonal vom Hauptbahnhof, sowie auch als Aktenlager der Bahnpolizei.

Der Kulturbunker heute

Vor 16Jahren ergriffen die beiden Musiker Mathias Reuter und Dr. Bernd Nentwig die Initiative und etablierten in dem leerstehenden Gebäude einen Kooperationsverbund von Kulturakteuren, maßgeblich im Bereich Musik. Neben einem Ladengeschäft für Drums und Percussion fanden viele Musikerinnen und Musiker einen innerstädtischen Standort für Proben, Unterricht und Liveauftritte. Mehr als 50 professionelle Künstler arbeiten an diesem Standort in Produktions- und Proberäumen.
Lernhungrige Amateur-Musiker finden zudem zahlreiche Angebote für Unterricht, Workshops, Chor, Orchester, kostenlose Drum Circles usw.
In dem neu gestalteten Veranstaltungssaal finden zudem regelmäßig kleinere Konzerte statt ("Shelter Sounds").

Auf dem Bunkerdach gibt es erste Ansätze von Urban Gardening u.a. auch mit einem Bienzüchter ("Bunker Honig").

Seit einigen Jahren hat das europaweit renomierte Büro LOMA (Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau) einen Platz im Kulturbunker gefunden.

Hervorzuheben sind zudem die Aktivitäten der Gruppe "Vikonauten" , die regelmäßig Führungen zu den historischen Orten (wie eben dem Bunker) insbesondere auch Kinder- und Jugendgruppen anbieten.

Bunker Tour zu den historischen Räumen

Kontakt
Mail: info@kassel-total.de
Tel.: 0160 94 83 13 78
Tom Gudella
oder
Tel.: 0157 34 37 05 82
Bernd Tappenbeck